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Geschichte der Volkskunst

Das Erzgebirge verdankt seinen Namen den reichen Erzvorkommen, die im 12. Jahrhundert für eine rege Einwanderung von Bergleuten sorgte. Neben der Silberstraße und der Salzstraße, die jeweils durch das Erzgebirge führen, ist seit fast fünf Jahrhunderten die Holzkunst von großer Bedeutung für die Region.
Am Anfang der 17. Jahrhunderts wurde der Bergbau schwieriger, da die leicht zu erreichenden Erzvorkommen nahezu abgebaut waren. Neuerschließungen schritten nur langsam voran. Inzwischen hatten sich viele Menschen im Erzgebirge angesiedelt - mehrere Generationen lang.

Ein besonderes Merkmal der Erzgebirgler ist deren Erfindungsgeist. Als sich abzeichnete, dass der Bergbau über kurz oder lang nicht mehr rentabel sein würde, schaute man sich um und musste gar nicht lange suchen: Holz.

Die erzgebirgische Landschaft ist größtenteils mit dichten Wäldern bewachsen gewesen. So dauerte es nicht lange, dass Hobbyschnitzer ihr Handwerk zur Erwerbsgrundlage ausbauten. Neben den Drechslereien, die sich in jener Zeit ebenfalls stark ausbreiteten, erlangte die Schnitzkunst im Erzgebirge eine immer größere Bedeutung. Bis heute sind Schnitzer und Drechsler zwei der wichtigsten traditionellen Handwerke der Region.

Über die Jahre hinweg entwickelte sich eine Vielzahl an erzgebirgischer Volkskunst, meist basierend auf der traditionellen Holzkunst - dem Handwerk, dem wir Räuchermänner, Schwibbögen, Weihnachtsengel, Pyramiden, Bergmänner und viele weitere dekorative Holzprodukte zu verdanken haben.

Die Hochburgen des traditionellen Schnitzerhandwerks im Raum Schneeberg, Annaberg-Buchholz, Marienberg, Pobershau, Seiffen und Jahnsbach (Ortsteil von Thum) laden immer wieder gern zum Schauen, Staunen und Beschenken ein.